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Donnerstag, 11.01.2018

Vorschlag für Stromtrassenkorridor heute veröffentlicht

Amprion stellt Vorzugskorridor vor - Ahaus besonders stark betroffen

Heute wurde der Korridorvorschlag für die Höchstspannungsleitung A-Nord vorgestellt. Bürgermeisterin Karola Voß äußerte sich dazu:

"Ahaus und seine Ortsteile sind vom Vorschlag des Trassenkorridors besonders stark betroffen. In der kommenden Woche wird es einen Termin mit der Firma Amprion geben, in dem die Planung erläutert wird. Gemeinsam mit seinen 17 Kommunen hat der Kreis Borken am 19. Dezember zu dem geplanten Leitungsbauvorhaben seine Positionen vorgetragen und sich kritisch geäußert"

Hier die vier Forderungen des Kreises und der kreisangehörigen Städte und Gemeinden an Bund und Land:

1. Keine einseitige Umsetzung von Leitungsbauvorhaben im Kreis Borken
Die Räume in NRW und Niedersachsen sind sehr unterschiedlich stark durch große Leitunstrassen belastet. Während der Kreis Borken inzwischen außerdordentlich stark belastet ist, sind andere Regionen kaum betroffen. Die Ausgewogenheit in der Planung und Umsetzung künftiger Vorhaben muss unbedingt beachtet werden. Alternative Trassenführungen außerhalb des Kreises sind ernsthaft zu prüfen und mit Blick auf eine gleichmäßige Lastenverteilung bevorzugt zu realisieren.

2. Flexibilisierung von Ausgleichsverpflichtungen
Das generelle Erfordernis eines Ausgleichs für Maßnahmen der Energiewende – nichts anderes ist Ursache für den Leitungsbau – ist generell zu hinterfragen und zu relativieren.  Grunstätzlich sollten die Maßnahmen des Netzausbaus möglichst flächenschonend geplant und umgesetzt werden, um eine Flächeninanspruchnahme und die Beeinträchtigung der Landschaft zu minimieren.

3. Angemessene Entschädigungsregelungen für die Betroffenen
Neben einmaligen Entschädigungszahlungen, deren bisherige Höhe oftmals kaum adäquat erscheint, sind auch dauerhafte Entgelte in Erwägung zu ziehen. Aus Sicht des Kreises Borken kann es nicht sachgerecht sein, wenn gravierende fortwährende Betroffenheiten in vergleichsweise geringem Umfang vergütet werden.

4. Vermeidung von Konfliktsituationen mit der kommunalen Bauleitplanung (Bau- / Gewerbegebiete)
Für geplante Leitungsbauvorhaben muss gelten, dass durch diese nicht die vorhandenen vorbereitenden Bauleitplanungen der Kommunen konterkariert werden.

Mit Blick auf den Fortgang der Energiewende appellieren die 17 Bürgermeisterinnen und Bürgermeister sowie der Landrat für eine bedarfsgerechte und zeitnahe Fortentwicklung der maßgeblichen Instrumentarien und Regelungen

 

Sobald weitere Information und der konkrete Streckenverlauf vorliegen, werden wir uns mit den Auswirkungen für die Stadt Ahaus intensiv beschäftigen.
 
Link zur Pressemitteilung des Kreises Borken
http://www.presse-service.de/data.aspx/static/978345.html