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Stadtmodell

Foto zeigt Stadtmodell (Foto: Heinz Duttmann)

Am 08.02.2008 wurde das bronzene Modell der Stadt Ahaus, das die Größe der Stadt von 1863 wiedergibt, durch Bürgermeister Büter der Öffentlichkeit übergeben.
Initiiert wurde das Modell durch Franz-Josef Weuthen vom Heimatverein Ahaus. Für die historisch richtige Gestaltung war der Fachbereich Bildung, Kultur, Sport der Stadt zuständig, die künstlerische Umsetzung geschah durch Paul Tönnißen aus Beckum-Vellern. Auch finanziell war es ein Gemeinschaftsprojekt von Heimatverein und Stadt Ahaus.

Im Jahre 1863 hatte ein verheerender Brand nahezu die gesamte Stadt zerstört. Außer dem Schloss blieben nur einige wenige Häuser stehen. Zu löschen war das Feuer nicht, denn die Häuser waren meist aus Fachwerk gebaut, hatten alle offene Feuerstellen und zumeist war auch noch unter dem Dach Stroh gelagert.

Foto zeigt das Stadtmodell vor dem Ahauser Rathaus (Foto: Heinz Duttmann)

Hinzu kam, dass nach Ausbruch des Brandes niemand mehr durch die engen Gassen gelangen konnte, um wenigstens zu versuchen, eine weitere Ausbreitung zu verhindern. So musste man nahezu tatenlos zuscheuen, wie eine ganze Stadt Opfer der Flammen wurde. Aber man hat daraus gelernt.
Für den Wideraufbau der Stadt wurden strenge Regeln aufgestellt: die Straßen wurden so breit angelegt, dass die Feuerwehr problemlos mit den Löschfahrzeugen durch die Straßen fahren konnte. Die neu gebauten Häuser mussten durch Brandschutzwände voneinander getrennt werden, um so eine Ausbreitung eines möglichen Feuers zu verhindern.
War auch die Stadt im ganzen sehr viel großzügiger wieder errichtet worden, so blieb doch die Struktur der Stadt wie gewohnt erhalten. In einem lockeren Halbkreis zogen sich die Straßen um das zentrale Gebäude der Stadt: dem Schloss

Dies ist nun durch das neu aufgestellte Modell der Stadt auf dem Rathausplatz anschaulich nachzuvollziehen. Mit Blick in Richtung Wallstraße und etwas verschoben in Richtung Marktstraße ist nachzuvollziehen, wie nah und kleingliedrig die Bebauung vor dem Brand gewesen ist. Das Modell zeigt aber auch, dass einst und jetzt die Kirche St. Marien und das Barockwasserschloss die zentralen Blickpunkte der Ahauser Innenstadt waren und sind.

 

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