Mit der "Richtlinie über die Gewährung von Zuwendungen zur Förderung einer integrierten ländlichen Entwicklung" ergaben sich für die drei Kommunen Ahaus, Heek und Legden neue Perspektiven hinsichtlich einer verstärkten Kooperation. Die Kommunen haben sich zu der Region "Kulturlandschaft Ahaus, Heek, Legden" (kurz ILEK AHL) zusammengeschlossen, um das ILEK zur Sicherung und Weiterentwicklung ihres ländlichen Raumes als Lebens-, Arbeits-, Erholungs- und Naturraum und zur Einbindung einer nachhaltigen Land- und Forstwirtschaft in den Prozess zur Stärkung der regionalen Wirtschaft zu nutzen.
Im Rahmen des ILEK AHL wurden Schwerpunkte gesetzt, indem man sich auf vier Handlungsfelder konzentriert:
Das ILEK "Kulturlandschaft Ahaus, Heek, Legden" ist ein integriertes, zukunftsorientiertes und in der Region abgestimmtes Handlungskonzept mit konkreten Zielen und ersten Projekten. Es basiert auf einer Stärken-Schwächen-Analyse und legt die Grundlage zur Schaffung neuer Perspektiven durch die Bündelung von Ideen und Aktivitäten aus der Region. Wichtig dabei ist der partizipative Ansatz, also die partnerschaftliche Zusammenarbeit zwischen den Akteuren, also den Bürgerinnen und Bürgern, der Politik und Verwaltung.
Die drei Gemeindegebiete Ahaus, Heek und Legden haben direkte Grenzen zueinander, Ahaus grenzt im Nordwesten an die Niederlande, Heek grenzt an den Kreis Steinfurt, Legden an den Kreis Coesfeld. Ein funktionaler Zusammenhang zwischen den Gemeinden besteht überdies durch die insgesamt strukturelle Homogenität; Ahaus als Mittelzentrum bildet den Kern der Region, um den sich polyzentrisch die Ortsteile von Ahaus sowie die anderen Gemeinden und ihre Ortsteile gruppieren. Die Lage der drei Kommunen im ländlichen Raum weist ähnliche Strukturen auf, wodurch sich auch ähnliche Problemlagen ergeben.