Altes und Neues zu verknüpfen, das Wagnis, Gewohntes und Ungewohntes nebeneinander zu stellen, Kleinem und Großem Raum zu geben - dies sind Grundzüge des kulturellen Lebens in Ahaus. Dabei ist schwer zu sagen, was kulturelles Zentrum ist - das Schloss Ahaus mit dem großzügig erweiterten Konzertsaal für die traditionellen Schlosskonzerte? Seit 1952 geben sich hier weltberühmte Solisten und Orchester die Noten klassischer und moderner Musik in die Hand, lassen den barocken Fürstensaal zur Begegnungsstätte der Musikfreunde werden.
Doch gleichwertig im Ansehen der Bürger stehen daneben die ungezählten Singkreise, Gesangsvereine, Chorgemeinschaften, Orchester, Musikvereine, Musikschule und Instrumentalgruppen bis hin zu Musikgruppen, die die ganze Stadt erklingen lassen.
Die Stadthalle bildet mit ihren 1.000 Sitzplätzen im Saal und Foyer einen dem Fürstensaal ebenbürtigen kulturellen Treffpunkt. Beheimatet sind dort die beiden Ahauser Theaterringe, die jährlich zahlreiche Schauspiele, Opern- und Operettenaufführungen bieten. Daneben haben hier auch Jugend- und Kindertheater ihren festen Platz.
Zu einem Projekt besonderer Bedeutung neben der in Ahaus vielfach manifestierten weltlichen und sakralen Kunst ist die 1991 gegründete "Kunstroute" der Euregio (Europäische Region mit Mitgliedsstädten beiderseits der deutsch-niederländischen Grenze) geworden. Sie verbindet Kunstwerke der Gemeinden Diepenheim und Haaksbergen auf niederländischer und Schöppingen und Ahaus auf deutscher Seite.
Jüngstes Kind der Kulturförderung in Ahaus ist die Villa van Delden. Sorgsam restauriert, ist das Bürgerhaus aus dem ausgehenden 19. Jahrhundert Stätte der Begegnung und künstlerischer Präsentation.