
Ziel des Projektes
Mit Hilfe von GPS-Geräten entdecken und erfassen Bürger und Touristen unsere Region. Es sollen selbstständig sämtliche vorstellbaren Routen und Flächen der Kulturlandschaft Ahaus, Heek und Legden sowie deren Randgebiete dokumentiert werden. Dies bedeutet gleichzeitig eine aktuelle Überprüfung der Routen sowie Infrastruktur der Region. Wir ermöglichen den Bürgern und Touristen, einen Beitrag zur Erstellung einer hochaktuellen, von jedermann in GPS-Geräten und Smartphones nutzbaren digitalen Karte der LEADER-Region zu leisten. Eine solche umfassende, digitale, aktuelle und für alle frei verfügbare Karte würde man sonst für unsere Region nicht erschaffen können. Ferner dient das Projekt auch dazu, neue Wege und Routen abseits der bereits bekannten, öffentlich vorhandenen Routen zu erkunden, sämtliche Flächeninformationen zu sammeln und für alle zugänglich zu machen. Alle erfassten Daten sollen dann selbstständig in das Internetportal OpenStreetMap (www.openstreetmap.de) übertragen werden. Damit wollen wir erreichen, die Informationsdichte in den Karten von OpenStreetMap für unsere Region deutlich zu erhöhen und damit eindeutig zu einer Attraktivitätssteigerung der Kulturlandschaft beitragen.
Was wollen wir damit noch erreichen?
Neben dem Erfassen einzelner Rad- und Wanderwegemöglichkeiten, Reitrouten, Flächeninformationen und so weiter geht es im Rahmen dieses Projektes auch darum, die erkundeten Wege mit zusätzlichen Informationen zu bestücken. So wollen wir zum Beispiel einzelne Wegbeschaffenheiten erfassen: „Besteht diese Strecke aus Asphalt? Eignet sich diese Route auch für Inliner oder Rennradfahrer? Achtung, hier beginnt Schotterpiste!“ Ein ganz wichtiger weiterer Punkt ist das Einpflegen von touristisch interessanten Punkten, den Points of Interest (POI), an den jeweiligen Routen. Wohl jeder kennt das Problem: Man macht einen Ausflug, steht vor einem wunderschönen Gebäude und weiß überhaupt nicht, worum es sich hier eigentlich handelt. Oder man möchte gerne eine Pause einlegen, jedoch ist weit und breit kein Café oder Ausflugslokal zu sehen. Hier wären Zusatzinformationen absolut nützlich: „Hier befindet sich ein Cafe, Öffnungszeiten von…-bis…,“ „historischer Ortskern“, „barocke Kirche aus dem Jahr…“, „hier findet man wunderschönen alten Baumbestand“, „großes Naturschutzgebiet mit seltener Flora und Fauna“, „architektonisch sehr interessantes Gebäude“ und so weiter. All dies sind wunderbare Zusatzinformationen für alle, die sich in unserer Region bewegen. Durch das Einpflegen dieser Detailinformationen abseits der Wege können wir sicherstellen, dass die Routen inhaltlich aufgewertet und interessant gestaltet werden.
Was ist neu am Projekt?
Mit diesem Projekt erfinden wir das Thema GPS und OpenStreetMap nicht neu. Bereits viele Bürger der Region und Touristen sind mit eigenen GPS-Geräten auf den heimischen Wegen und Straßen unterwegs, zeichnen ihre eigenen Routen auf oder fahren und wandern bereits vorgefertigte Routen ab und pflegen Flächeninformationen ein. Bisher allerdings „jeder für sich“ und oftmals ohne Angabe großartiger Zusatzinformationen. Genau an dieser Stelle setzt unsere Arbeit an: Wir möchten das Wissen dieser Leute bündeln und nach bestimmten, einheitlichen Qualitätskriterien bearbeiten. Das Sammeln zusätzlicher Attribute und Informationen (Wegebeschaffenheit, Sehenswürdigkeiten und so weiter) und deren Einpflegen in die digitale Kartenwelt von OpenStreetMap ist von größtem Nutzen für unsere Region und damit auch für alle Beteiligten. Das Sammeln vieler Detailinformationen (Routen, Straßen, Wege, Hausnummern, Gebäudebestand) ist vor allem im ländlichen Raum eher eine
Seltenheit. Wo in städtischen Gebieten bei OpenStreetMap kaum noch weiße Flecken zu finden sind, findet man im ländlichen Raum – auch in unserer Region – noch etliche davon. Das Wegenetz ist häufig gut erfasst, Detailinformationen rechts und links der Wege sowie zur Beschaffenheit der Oberflächen, Wegeverläufe, Abbiegemöglichkeiten und so weiter sind jedoch Mangelware. Foto: Th. Froitzheim
Wir wollen mit Hilfe unseres Projektes das Verantwortungsgefühl eines jeden einzelnen für unsere Region stärken sowie den Gedanken der Gemeinschaft in den Vordergrund stellen. Und ganz nebenbei leisten alle Mitwirkenden einen großen Beitrag zur Erstellung einer qualitativ und inhaltlich hochwertigen, aktuellen digitalen Karte der Region. Diese Karten sind nachher auf der Seite von OpenStreetMap für jedermann frei zugänglich. So können die Karten etwa per Download aufs eigene GPS-Gerät oder Smartphone übertragen oder einzelne Kartenausschnitte auch ausgedruckt werden. Wir haben OpenStreetMap als Kartengrundlage gewählt, da diese Karten lizenzfrei und kostenlos sind. Würde man eine solch detaillierte Karte von anderen Anbietern käuflich erwerben, so müsste man mit Kosten von rund 150 € und mehr rechnen.
Da wir hier ganz nach dem Gedanken von Wikipedia handeln, bleibt trotz Vorgabe gewisser Standards genug Freiraum für die eigene Kreativität.
Eine detaillierte digitale Karte kann ebenso als gute Grundlage für mögliche Folgeprojekte dienen. Auch haben nicht nur wir als Bürger oder Touristiker der Region einen Nutzen, sondern ebenso alle anderen Menschen, Anbieter, Programme, die auf die Kartenwelt von OpenStreetMap zurückgreifen. Unterstrichen wird der große Nutzen des Projektes für die Allgemeinheit auch angesichts der Tatsache, dass immer mehr Navigationsanbieter OpenStreetMap (und damit auch unsere Ergebnisse) als Kartengrundlage nutzen. So greifen die neuen Geräte von „Mio“, das aktuelle Gerät von Aldi Nord, und in Kürze auch „MagicMaps“ auf die Kartengrundlagen von OpenStreetMap zurück.
Weiterhin ist es ein innovatives, selbstgesteuertes regionales System zur Qualitätssicherung und vor allem zum Qualitätsausbau und damit zur Steigerung der Attraktivität der Kulturlandschaft mit modernen Methoden und zur Erschließung der LEADER-Region für eine breite Zielgruppe.
Das Innovative an diesem Projekt zeigt sich vor allem darin, dass sich eine Region eine solche Aufgabe mit Koordination, Information, Schulungen, Hilfestellungen und so weiter selbst auf die Fahnen schreibt. Ein vergleichbares Projekt dieser Art gibt es nach unserem heutigen Kenntnisstand nicht.
Ahaus Marketing &
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